BOOK: DER STURMGONDOLIERE

"Zwischen Ahnen und Wissen, ist Leben und Tod."


Sonnenstrahlen kitzeln die Haut, in der Hand hat man ein köstliches “Gelato” und während man barfuß am Ufer sitzt, strahlt das Meer in den wunderschönsten Blautönen. Wir lieben Italien! Ob beim Flanieren durch die historisch bedeutsamen Straßen Roms, beim Sonnenbaden an der Adria oder beim Blick über die spektakuläre Landschaften der Toskana, das liebste Urlaubsland der Deutschen begeistert mit zahlreichen Facetten. Kein Wunder, dass auch viele Autoren sich Bella Italia als Schauplatz ihrer Romane aussuchen! Also schnappt euch einen Teller Spaghetti oder eine frischgebackene Holzofenpizza, ein Glas Vino und dieses Buch! Der Sturmgondoliere von Peter Nathschläger, aus dem Größenwahn Verlag wird euch nach Italien entführen!

Inhalt: Paolo Meduccini war kein gewöhnlicher Junge. Er sauste mit seinem scheppernden Fahrrad schneller als alle anderen Kinder aus Montaione die toskanischen Hügel hinab, war der Mittelpunkt seiner Clique, träumte fliegen zu können wie ein Flugzeug, roch nach Karamellbonbons und Heu – und immer wieder umhüllte ihn eine seltsame, betrübliche Leere. An einem heißen Sommertag verliebte sich Julia in diesen Jungen, genau an dem Tag, an dem auch der fremde Lucian in Paolos Leben trat. Eine Begegnung mit verheerenden Folgen. Der Sommer 1979 in der Toskana sollte der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Ein Sommer, angefüllt mit Träumen, Ölbildern, Geheimnissen, Lügen und der Legende vom Sturmgondoliere, der mit Blitz und Donner gesegelt kommt und die Menschen das Fürchten lehrt.
Zehn Jahre später, unter einem ähnlichen Gewitterhimmel, wird Paolo Meduccini in eine Katastrophe und ein Wunder gleichermaßen verwickelt: Als Einziger überlebt er den Absturz eines Flugzeugs beim Landeanflug auf Wien. Aber ist er es wirklich? Oder versucht ein Hochstapler seine Fäden zu ziehen? Die Psychologin Graszyna Zanger und der Ermittler Frank Reinhard folgen einer verwirrenden Spur und ihre Recherchen führen sie in das idyllische Montaione. Was sie dort jedoch entdecken, ist eine Tragödie, die sie an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft bringt.

Meinung: Der erste Roman, den ich von Peter Nathschläger lesen durfte, bezaubert schon auf den ersten Blick mit einem wunderschönen Cover. Es ist wirklich schön gestaltet und die düster anmutende Malerei hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich habe es auch jedes Mal eine Weile bewundert, wenn ich es in die Hand genommen habe. 
Auch der Inhalt klang sehr vielversprechend  und so freute ich mich darauf diese Geschichte zu entdecken. 
In dem Roman existieren zwei Zeitstränge. Die Gegenwart, in der der Absturz eines Flugzeuges beim Landeanflug auf Wien untersucht wird und bei dem es nur einen Überlebenden gab und die Vergangenheit, Sommer 1979 in der Toskana, in der die Vergangenheit des Absturzüberlebenden Paolo Meduccini betrachtet wird. Beide Zeitstränge haben mir gut gefallen. Den der Vergangenheit fand ich allerdings spannender, als den der Gegenwart. Ich hatte viel Spaß daran zu lesen, was in dem Sommer 1979 geschehen ist und habe mich immer gefreut, wenn es sich bei einem Kapitel um eine Rückblende handelte. Paolo war ein unglaublich sympathischer Charakter, den meine Empathie geweckt hat. Zwar haben mir die Charaktere in der Gegenwart auch gefallen, doch konnten sie mit den Kindern der Toskana mithalten. 
Das Setting des Romans ist ein Traum. Es ist ohnehin immer schön durch Bücher Eindrücke anderer Länder zu gewinnen. Die italienische Landschaft und die Gewitter sind wunderbar beschrieben und man möchte sofort seinen Koffer packen und dort hin fahren. 
Leider muss ich sagen, dass mir die Geschichte ab einem gewissen Punkt zu vorhersehbar war und ab da habe ich auch mit weniger Eifer gelesen. Das Ende war daher auch nicht überraschend (wenn auch anrührend) und konnte mich nicht zu hundert Prozent begeistern. 
Dennoch ist dies ein Buch, dass mir viel Freude bereitet hat. Der Schreibstil des Autors ist sehr schön und man kann sich so richtig in die Geschichte fallen lassen und sich wohl fühlen. Ein tolles Buch um sich abends einzukuscheln und in die Vergangenheit entführen zu lassen. 

CONVERSATION

1 Kommentare:

  1. Schade, dass dich der Verlauf und gerade das Ende des Buchs nicht so ganz überzeugen konnten. Das ist ja letztlich doch das, was einem am meisten hängen bleibt!

    Ich empfinde es aktuell so, als wäre Island gerade als Reiseziel total im kommen (merkt man auch dort an den vielen Touristen), die meisten aber noch gar nicht so wirklich eine Vorstellung davon haben. ;)

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