OUTFIT: HERBSTSPAZIERGANG

































Meine Bräune ist bereits verblasst und auch meine Gelassenheit habe ich irgendwie schon wieder verloren. Seit fast einem Monat bin ich schon wieder in Deutschland, im Alltag und rein gar nichts hier - außer meiner Füße, die sind nämlich noch braun, und die Fotoalben auf meinem Laptop - erinnert mich an das Leben in Marokko. Es wird früher dunkel, im Supermarkt lächeln mich Schokoladenweihnachtsmänner verschmitzt an und ich muss zu Hause wieder dicke Socken tragen. Der Herbst liebkost uns noch, aber der Winter steht vor der Tür und mit ihm nicht nur das leckere Gebäck, weihnachtliche Heimlichkeiten und kuschelige Filmabende, sondern auch eine Menge Arbeit. 
Ich will mich nicht beklagen - ich kaufe verdammt gern Weihnachtsgeschenke, schmiede Pläne und setze sie um, schreibe gern bis spät in die Nacht an neuen Blogposts, interessante Seminare an der Uni sind verlockend und mit ganz viel Motivation schreibe ich bald neue Praktikumsbewerbungen. Zusätzlich darf ich nun auch für die Seite Lookastic Artikel verfassen. Aber - ich habe Angst um meine Freizeit, um Zeit für meine Freunde, Familie, für mich. Das Jahr war bisher arbeitsintensiv. So viele Treffen mit Freunden haben nicht stattgefunden, Kaffee habe ich zu oft allein getrunken und ich wäre so gern viel öfter durch die Nacht getanzt. Und gerade dann, als ich das Gefühl habe, mich aus diesem riesen Wirrwarr, mich aus dieser endlosen To-Do-Liste herauszuschaufeln, ... merke ich, dass ich das gar nicht kann, gar nicht will. 






























































































Sobald eine Aufgabe wegfällt, suche ich mir eine neue. Ich arbeite gerne an Dingen, die mir Freude bereiten. So sehr, dass ich gelegentlich vergesse, dass das überhaupt Arbeit ist. Und genau das ist wahrscheinlich die Tücke an diesem sagenumwobenen "Das Hobby zum Beruf machen", es fällt schwer zu unterscheiden, zu trennen, abzuschalten. Und ohne das man es merkt, gerät man in ein Hamsterrad - man rennt und rennt und rennt, aber es bewegt sich eigentlich gar nichts mehr, man hat zwar das Gefühl, das Leben würde an einem vorbei rasen, aber das ist eine Illusion. Und dann muss man aussteigen, das große Ganze betrachten und sich selbst und seine Lieben. Und dann versteht man vielleicht - ich kann es nur hoffen -, dass man die ganze Zeit auf der Stelle trat und hat neue Ideen. 


Plötzlich arbeitet man Hand in Hand und nicht mehr nur allein. Wir müssen aussteigen, ausschalten. Ein Herbstspaziergang. Ohne Fotos! Kein Instagram! Einfach so. Für dich selbst. Und dann kommt die Erkenntnis. Und die Inspiration. Also nehme ich mir hier und jetzt offiziell vor, dass ich mir Zeit nehme. Das ich mich so organisiere, dass Zeit bleibt. Und das ich auch den Mut haben werde, Aufgaben zu streichen, wenn sie mir über den Kopf wachsen. 






























KLEID EVEN&ODD / PONCHO C&A / SCHUHE TAMARIS / KETTE JUICY COUTOURE VIA HAPPINESS BOUTIQUE

CONVERSATION

2 Kommentare:

  1. Braun war ich in diesem Sommer ja eh noch nie. ;)
    Aber das mit der Gelassenheit kenne ich... die verlässt einem einfach immer wieder viel zu schnell!! Eigentlich schade...

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