BOOK: DIE CHIRURGIN

"Wohin wir gehen hängt, davon ab was wir wissen. Und was wir wissen hängt davon ab, wohin wir gehen."



Und schon wieder ist das Jahr 2016 fast vorbei. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür und der erste Schnee sorgt für heitere Stimmung bei Groß und Klein. Dick eingepackt mit Mütze, Schal und Handschuhen machen wir lange Winterspaziergänge und kuscheln uns abends gemütlich auf das Sofa. Was zum perfekten Dezemberglück jetzt nur noch fehlt, sind romantische Liebesromane, spannungsgeladene Krimis oder hochinteressante Sachbücher. Gut, dass die Autoren die Sommermonate bestens genutzt haben und wir uns nun die kalten Tage mit tollen Büchern jeglichen Genres versüßen können. Her mit der heißen Schokolade und einem Krimi wie zum Beispiel Die Chirurgin von Tess Gerritsen, der im Blanvalet Verlag erschienen ist, und ab damit vor den Kamin!

Inhalt: In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von allein stehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist.

Meinung: Dieses Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Tess Gerritsen erzählt aus vier Verschiedenen Perspektiven, aus der Detective Moores, aus der seiner Partnerin Jane Rizzoli, aus der Dr. Cordells und der des Mörders. Der Leser taucht in den kranken Verstand dieses Mannes ein und kann dabei ein schaudern nicht unterdrücken. Denn das was wir für grausam erachten, hält der Mörder für seine gottgegebene Natur, die in jedem von uns schlummert und die nur darauf wartet ausgelebt zu werden. Dadurch schafft es die Autorin ohne zu blutrünstig werden zu müssen den Leser bei der Stange zu halten. Man traut sich nicht das Buch wieder weg zu legen aus Angst was als Nächstes kommt.

Die Chirurgin war mein erstes Buch von Tess Gerritsen und ich war begeistert. Innerhalb von 3 Tagen habe ich diesen Roman verschlungen und fühlte mich in die Geschichte gezogen. Allerdings gibt es einen Mängelpunkt, da ich ziemlich rasch, so zirka zu 2/3 des Buches, ahnte, wer hinter den Morden steckt.
Bemerkenswert bildhaft stellt die Autoren die Protagonisten der Geschichte dar, fast meint man zu denken, den ein oder anderen Charakter zu kennen oder in seinem Bekanntenkreis wiederzufinden. So empfand ich es. Weder die beiden Polizisten, noch die Chirurgin Cordell wirken überspitzt und/oder arrogant, überdreht oder unfehlbar.
Die Geschichte, die Gerritsen gewählt hat, ist erschreckend und unheimlich, fieberhaft litt ich mit den Opfern mit, versuchte die Denkweise oder die Beweggründe des Täters zu verstehen und zu begreifen.
Immer wieder (auch bei anderen Romanen) muss ich daran denken, dass solche Fälle in der Realität tatsächlich geschehen und bin jedes Mal fast wie gelähmt, da man anscheinend nichts dagegen tun kann.

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