BOOK: KINDER DER FREIHEIT VON KEN FOLLETT

"Jenen, denen wir Unrecht getan haben, können wir niemals vergeben."














































Heute soll hier wieder ein Buch zu Wort kommen. Der historische Roman Kinder der Freiheit von Ken Follett. Anfang April ist das Buch in meinem Regal gelandet und vor genau einem Monat hatte ich es dann endlich beendet. Das lag jedoch nicht etwa daran, dass es ewig im Schrank stand und einstaubte, sondern an dem gewaltigen Umfang von 1216 Seiten. Und natürlich der Tatsache, dass ich im Mai mehr mit hin und her fahren, als mit lesen beschäftigt war. Nachdem die Eindrücke nun etwas sacken konnten. Hier meine kleine aber feine Rezension. 

INHALT: Der Krieg ist zu Ende, doch die Welt ist noch immer in Aufruhr. In Berlin wird eine Mauer errichtet, die Ost und West trennt und Millionen Familien zerstört. Nicht alle finden sich damit ab - trotz der Gefahr für Leib und Leben. Zur gleichen Zeit kämpfen die Schwarzen in Amerika für ihre Bürgerrechte, und die USA und die Sowjetunion stürzen sich in eine Auseinandersetzung, die die Welt an den Rand der Katastrophe führt. Wem kann man noch trauen in dieser Zeit, in der die Welt mehr als einmal am Abgrund steht? 

MEINUNG: Der dritte und letzte Teil der Jahrhunderttriologie erzählt die Geschichte vom Mauerbau bis zum Fall der Mauer. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA und in Russland tut sich in dieser Zeit Einiges. Wieder trifft man Angehörige der schon aus dem Vorgängerband bekannten Familien wieder und erfährt anhand derer Schicksale auch die Weltgeschichte. In den USA versuchen Bürgerrechtsorganisationen die Gleichberechtigung der Schwarzen zu erreichen und die Bürgerrechtler setzten dafür mehr als einmal ihr Leben aufs Spiel. Gleichzeitig bringt die Kubakrise die Welt nahe an eine Katastrophe. In der Sowjetunion hat man mit vielerlei Problemen zu kämpfen und Deutschland wird durch eine Mauer geteilt, die auch viele Familien trennt. 
Dieser dritte Teil der Triologie hat mich sehr berührt. Der Roman ist stellenweise so spannend, dass ich ihn oft atemlos las - und dass man eigentlich weiß, wie es ausgeht, ändert nichts daran. Allerdings hatte ich das Gefühl, als würden bis auf zwei oder drei die Protagonisten in diesem Band nicht so eingehend beleuchtet werden. Wie schon im Vorgänger, musste Follett eine Auswahl der Ereignisse treffen, um innerhalb eines Buches bleiben zu können. So wurde einiges unter den Tisch fallen gelassen, der Vietnamkrieg nur kurz angesprochen, die RAF fand keinen Platz und Großbritannien spielt nur eine sehr kleine Rolle. Mich würde schon interessieren, wie Follett seine Wahl getroffen hat. 
Neben der Welt- und der Familiengeschichten beschreibt Follett auch popkulturelle Dinge, so wird eine Protagonistin Hollywoodschauspielerin, ein anderer Popstar (mit allen Höhen und Tiefen). Das ist interessant und macht das Geschehen noch authentischer. Was mir negativ aufgefallen ist, sind die häufigen Wiederholungen. Manche Erklärungen habe ich mehrmals gelesen - hatte da jemand die Vermutung, Leser können sich so etwas nicht über ein paar hundert Seiten lang merken? Insgesamt ist der Roman jedoch sehr gelungen. Schade, dass wir uns nun von den Peschkovs, den Williams, den Dewars und den Ulrichs trennen müssen. Wer sich für das vergangene Jahrhundert und seine spannenden Geschichten interessiert, dem ist diese Trilogie sehr zu empfehlen. 


CONVERSATION

2 Kommentare:

  1. Ken Follett habe ich eine zeitlang wirklich gern und viel gelesen, in den letzte Monaten aber nichts mehr von ihm in der Hand gehabt. Das sollte ich mal wieder ändern!!
    Früher mochte ich seine Bücher wirklich sehr.

    In Dublin waren wir leider nur einen halben Tag, das war wirklich nur noch Station bis zum Flughafen. Aber Irland war wuuuunderschön!!

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